Reise

Same same but different

Eine Woche sind wir nun schon wieder zu Hause. Zeit, um noch ein paar Worte zu Bangkok zu verlieren und ein kleines Resümee von der Reise zu ziehen.

Der Aufenthalt in Bangkok war entspannt, auch wenn es ein krasser Unterschied war: Eben noch die Ruhe der Insel genossen und jetzt in die Hektik der Großstadt eingetaucht. Aber es hat uns mehr Spaß gemacht, als wir vorher gedacht haben. Trotzdem wären wir lieber zwei Tage länger auf Koh Lanta geblieben – leider konnten wir unseren Flug von Krabi nach Bangkok aber nicht mehr ohne große Kosten umbuchen.

Wir hatten ein Hotel nahe der Khao San Road und direkt vor dem Eingang war ordentlich was los: Mobile Essensstände, Tänzer die ihre Breakdance-Einlagen vorführten, Live-Musik die nahezu lückenlos zwischen den Bars in entsprechender Lautstärke lief und Massagestudios mit auf der Straße wartenden Masseurinnen, die einem die Preistafeln ins Gesicht hielten. Ein herrlich chaotisches und buntes Treiben.

Essenstechnisch ging so einiges: Eine fahrbare Garküche nach der nächsten mit sehr günstigem Essen. Wir waren dann mit Kindern aber doch ein bißchen vorsichtiger und haben uns eher in die „festen“ Food Stalls gesetzt. Wollten nicht riskieren, uns so kurz vor dem Abflug noch etwas einzufangen. Ich frage mich ja immer wieder, wie das funktioniert, dass sie da rohes Fleisch und rohen Fisch teils ungekühlt bei den Temperaturen liegen und anscheinend kein größeres Problem damit haben.

Die Wochen in Thailand sind insgesamt verdammt schnell vergangen und das schöne warme Wetter fehlt uns schon ein bißchen. Auf der anderen Seite waren wir froh, auch wieder in den eigenen Betten schlafen zu können und vor allem Hannes war unendlich glücklich, seine Spielsachen und seine Freundinnen wieder zu haben. Seit wir wieder da sind, wird nahezu ununterbrochen gespielt. Wir merken, wie sehr ihm das gefehlt hat.

Erkenntnisse unserer Reise: Der Norden war zwar schön und auch aufregend, beim nächsten Mal würden wir einen solchen Stop aber eher auslassen. Mit Kindern ist das Rumreisen einfach anstrengend und letztendlich hat Hannes von Strand und Meer mehr gehabt, als von ein paar Tempeln und einer Elefantentour, bei der er – wie er im Nachhinein erzählt hat – auch ein bißchen Angst hatte.

Weitere Erkenntnis: Unsere Unterkunft in Chiang Mai war zwar toll, aber es war einfach recht unpraktisch, dass sie so weit außerhalb lag. Wir hatten riesen Probleme, Hannes was zu essen zu besorgen, was er auch mochte. Es gab da nur einen Local Thai Food Stand und selbst der hatte am Abend irgendwann zu. So blieb uns an mehreren Abenden nur der Lieferservice. Das hatte ich mir schon etwas anders vorgestellt. Eine Unterkunft zentral in der Altstadt hätte uns natürlich deutlich mehr Möglichkeiten und eine größere Auswahl geboten.

Und zu guter Letzt: Knapp sechs Wochen sind für einen Vierjährigen schon sehr lang. Die Tatsache, dass er so lange seine Freunde nicht sieht und nicht die Auswahl an Spielsachen hat, die er hier zu Hause hat, versteht so ein kleiner Mann vor Abreise nicht. Aber wir haben gemerkt, dass er ab und an Heimweh hatte. Und wir glauben, dass das auch der Grund für sein katastrophales Essverhalten war. Das hat uns gerade zu Beginn der Reise viele Nerven gekostet.

Die beste Zeit hatten wir dann tatsächlich in Phuket und auf Koh Lanta. Und nach Koh Lanta würde ich jederzeit direkt wieder fahren. So familienfreundlich und entspannt – wir wollten nicht wirklich weg von dort. Und wer weiß….vielleicht kommen wir ja wieder, z.B. zum Honeymoon. 😉

Auf Wiedersehen, Koh Lanta

Bis bald
Eure Silvi

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